Viele Betriebe investieren in Roboter und Automatisierung, um u.a. eine bessere Qualität zu produzieren, das Arbeitsklima zu verbessern und die mangelnde Arbeitskraft aufzuwiegen.

Es ist ein Mythos, dass Betriebe primär Roboter kaufen, um Mitarbeiter in den Produktionen zu ersetzen. Nach Untersuchung des Automatisierungspotentials in mehr als 100 Betrieben in Dänemark haben Gain & Co. sehr selten erlebt, dass Mitarbeiter entlassen worden sind – einem Roboterkauf zufolge. Trotzdem ist es oft dieser Vorurteil, den wir über Roboter in den Medien hören. Die meisten Betriebe haben eine weit nuanziertere Auffassung von Robotern. Hier sind die häufigsten Gründe zur Investition in Roboter und Automation:

  1. Die Produktivität erhöhen

Wenn ein Roboter erst im Betrieb ist, erleben die Unternehmen generell, dass sie mehr für dasselbe Geld produzieren können. Das heisst aber nicht, dass die Mitarbeiter überflüssig werden. Die Roboter übernehmen oft monotone, wiederholte Arbeit und machen die Mitarbeiter für andere Aufgaben frei, wo sie zum Produkt Wert zuführen können.

  1. Schneller produzieren

Mehr Unternehmen investieren in Roboter, um die Taktzeit zu optimieren und die Produktion zu erhöhen. Es ist speziell ein Vorteil in einer Zeit, wo die Kunden kürzere Zeit zwischen Auftrag und Lieferung erwarten. Roboter können typisch ohne Pausen und in mehreren Fällen auch schneller als Menschen arbeiten, wenn es von einfachen Aufgaben die Rede ist, z. B. eine Metallplatte biegen oder fertige Produkte packen und palettieren. Wenn die Geschwindigkeit der einzelnen Teilprozesse erhöht wird, werden auch zum Rest der Produktion Forderungen gestellt. Die gesamte Produktionszeit wird erst kürzer, wenn der automatisierte Prozess einen Flaschenhals entfernt, oder wenn die Unternehmen gleichzeitig das Tempo der anderen Prozesse vor oder nach dem Roboter erhöhen. Viele übersehen das, wenn sie in Roboter und Automatisierungslösungen investieren. Es gibt keine Meinung, eine Sekunde in einem Automatisierungsprozess zu sparen, wenn die fertigen Elemente viele Minuten stehen und warten, ehe der nächste Prozess bereit ist, sie zu empfangen.

  1. Bessere Qualität produzieren

Weil Roboter dazu programmiert sind, dieselbe Bewegung zu wiederholen, kann man in mehreren Fällen auch ein homogeneres Resultat erreichen, als man mit wechselnden Mitarbeitern bekommen könnte. Deshalb kaufen mehr Unternehmen Roboter, um die Qualität ihrer Produkte  zu erhöhen. Damit sei nicht gesagt, dass Roboter den Mitarbeitern handwerksmässig überlegen sind. Typisch haben Roboter es schwer, komplizierte Aufgaben zu übernehmen, die ein besonders gutes Handwerk fordern. Soll man aber einen einfachen Schweisssaum mehrmals machen, geben Industrieroboter ein homogeneres Resultat. Wenn die Qualität erhöht wird, erlebt der Betrieb generell auch wenige Reklamationen.

  1. Arbeitsklima verbessern

Das Fliessband machte seinerzeits die Produktion effektiver. Sie hat aber auch eine Kehrseite: die Mitarbeiter, die für sehr einseitige, wiederholende und oft aufreibende Arbeit ausgesetzt werden. Einige Betriebe versuchen das Problem dadurch zu lösen, dass die Mitarbeiter unter den Aufgaben rotieren, so dass sie nicht dieselbe strapaziöse Bewegung vielmals wiederholen sollen. Roboter und Automatisierung sind doch für viele die beste Lösungen, um die Mitarbeiter zu entlasten und das Arbeitsklima zu verbessern, z.B. in Fällen, wo die Arbeit direkt gefährlich ist – u.a. in gesundheitsgefährlichen Milieus – und wo es sich darum dreht, die monotonen und langweiligen Aufgaben ersetzt zu werden, so dass die Mitarbeiter ein vielseitigeres Arbeitsleben bekommen können.

  1. Erfahrung mit Robotern bekommen

Wenn man etwas Neues versucht, ist es immer gut, mit einem Erfolg anzufangen – nicht zuletzt in Investition von Robotern und Automation. Mehr Unternehmen wählen, mit einem Niedrigrisikoprojekt anzufangen, wenn sie zum ersten Mal Roboter kaufen.

Der Roboter wird in diesem Fall nicht sofort die Produktion effektivisieren. Der Zweck ist, sich einige Erfahrungen zu machen und die Kompetenzen des Unternehmens zu entwickeln, die gebraucht werden können, wenn das Unternehmen nachfolgend grössere Beträge in Roboter investiert.

Hat die Leitung einen besonders strategischen Wunsch, die Produktion zu automatisieren, ist es für viele eine vernünftige Stelle anzufangen.

  1. ”First mover” sein

Die meisten kaufen Roboter, um eine effektivere Produktion zu bekommen. Für sie sind Roboter eine Frage darum, wohldokumentierte Prozesse mit Verkaufwaren zu automatisieren. Einzelne Betriebe brauchen auch Roboter als ein strategisches Werkzeug, um einen First – Mover- Vorteil auf dem Markt zu bekommen. Für sie handelt es sich davon, in riskantere Entwicklungsprojekte zu investieren, weil sie sich darum bemühen, die ersten auf dem Markt zu sein, um die Vorteile einer neuen Automationslösung auszunutzen.

Pionier zu sein ist riskant, und deshalb ist das nur für Betriebe, die dulden können, dass einzelne Projekte fehlschlagen oder wesentlich teurer als vorgesehen werden. Umgekehrt sei es in einigen Branchen nötig, z. B. in der pharmazeutischen Industrie, wo es viele Jahre dauern kann, eine Automationslösung gutgeheissen zu bekommen. Begrenzt man sich zu Standardlösungen, riskieren sie veraltet zu sein, wenn die Genehmigung zu Hause ist. Ein Entwicklungsprojekt hat im Gegenteil grössere Chancen, um zeitgemäss zu sein – zu der Zeit, wo er gutgeheissen wird. Endlich werden avanzierte Roboterlösungen als ein Gerät dazu gebraucht, grössere Glaubhaftigkeit zu erreichen. Sie senden ein Signal besonders zu grösseren Kunden, dass man eine wohlfunktionierende und effektive Produktion hat.

  1. Mangel an Arbeitskraft aufwiegen

Nicht Immer können die Betriebe mit der Nachfolge mitfolgen. Mangel an Arbeitskraft kann ein Hemmschuh sein, der das Wachstumdes Betriebes bremst. Deshalb sind Roboter und Automationslösungeneine aufgelegte Wahl für die, die es schwierig haben, kvalifizierte Arbeitskraft zu finden. Es kann auch eine Herausforderung sein, geeignete Mitarbeiter für einige Nischeaufgaben zu finden – innerhalb z.B. Schweissen, avanzierter Montage oder Qualitätskontrolle. Mit einem tüchtigen Schweisser am Ruder kann ein Betrieb vielleicht seine Kapazität dadurch verdoppeln, einen Schweissroboter einzuführen. Der Mitarbeiter schult den Roboter, der den Vorteil hat, dass er genau das macht, worin er instruiert ist. Auf diese Weise kann das Unternehmen die Produktionskapazität mit seinen eigenen Kompetenzen erhöhen.

  1. Outsourcing vermeiden

Outsourcing zum Ausland ist typisch die letzte Konsequenz, wenn der Betrieb in Dänemark nicht laufen kann Aber durch Optimierung des Produktionsflows und Investition in Roboter und Automation können die Betriebe entweder verschieben oder verhindern Outsourcing nach Ländern mit niedrigen Löhnen. Der Vorteil ist, dass man die Produktion dichter gesammelt hat und deshalb schneller agieren kann. Entdeckt man erst einen Fehler im Produkt, wenn das Containerschiff mit Komponenten aus China angekommen ist, könnte es sowohl teurer als auch langsam werden, den Fehler zu korrigieren.

Roboter und Automation können viele Outsourcing- Kosten sparen z.B. Fracht, Reisen der Mitarbeiter, verspätete Lieferungen usw. Gleichzeitig machen sie auch den Betrieb weniger verwendbar mit Bezug auf z. B. Lohnerhöhungen, Mangel an Arbeitskraft oder andere unvorhergesehende Faktoren im Outsourcing – Land.